Die Busrente BW etabliere die betriebliche Altersvorsorge im mittelständischen Omnibusgewerbe flächendeckend, heißt es in der Auszeichnungsbegründung. Das Modell zähle zu den ersten umfassenden Sozialpartnermodellen im deutschen Mittelstand und verbinde chancen- und kapitalmarktorientierte Anlage mit klar definierten Sicherungsmechanismen. Die Arbeitgeberbeiträge wachsen bis 2028 auf 3 Prozent des Bruttogrundlohns, die Beschäftigten beteiligen sich mit einem Beitrag von 0,5 Prozent an der Altersvorsorge. So steigere die Busrente BW zugleich die Arbeitgeberattraktivität der mittelständisch geprägten Busbranche und begegne dem Fachkräftemangel mit einer Stärkung der Beschäftigungsbedingungen. Als einheitliches, finanziell hochwertiges Vorsorgeangebot hebe die Busrente BW die mittelständisch geprägten privaten Busunternehmen in Sachen Altersvorsorge auf ein Niveau, das ansonsten nur Großunternehmen vorbehalten sei und trage auf diese Weise nachhaltig zur Bindung der Mitarbeiter an die Unternehmen bei.

Weiter betonte die Jury, dass die Kombination aus kapitalmarktorientierter Anlage, paritätischer Steuerung durch einen Sozialbeirat sowie einheitlichen, digitalisierten Prozessen die Busrente BW zu einem Modell mit Vorbildcharakter für andere Branchen sowie kleine und mittelständische Unternehmen mache. Als tarifliche Branchenlösung zeige sie, wie moderne betriebliche Altersvorsorge kollektiv gestaltet und flächendeckend ausgerollt werden könne.

„Mit der Busrente BW haben wir eine moderne und rentable Altersvorsorge im Mittelstand an den Start gebracht, die in der Form zukunftsweisend ist und das private Busgewerbe in Baden-Württemberg als Arbeitgeber deutlich aufwertet”, so WBO-Geschäftsführerin Yvonne Hüneburg. „Dabei ist die Bereitschaft unserer mittelständischen Unternehmen, hierfür zusätzliche Beiträge zu leisten, ein klarer Ausdruck der Wertschätzung gegenüber den Beschäftigten – umso mehr freuen wir uns, dass dieses Engagement nun mit dem Deutschen bAV-Preis gewürdigt wurde.”

 

Hintergrund

 

Der Deutsche bAV-Preis zeichnet jährlich beispielhafte Projekte der betrieblichen Altersversorgung in den Kategorien „Großunternehmen“ und „Mittelstand“ aus. Bewertet werden unter anderem der Innovationsgrad der Maßnahme, ihre strategische Bedeutung, ihre Verbesserungswirkung für die Beschäftigten und die Art, wie im Zuge der Realisierung organisatorische und rechtliche Hürden überwunden wurden.