Kurz nach Erscheinen der Märzausgabe des Bus Blickpunkts erreichte mich ein Leserbrief von Jasper Reisen aus Hamburg. Insider wissen Bescheid: Jasper-Reisen hatte jüngst bei „Wetten, dass ...“ seine Fußball-Bus-Wette gewonnen. Der Bus Blickpunkt zeigte die Helden vom Bodensee, wo die Wette über die Bühne ging, groß im Bild und berichtete darüber. Ute Barth von Jasper Reisen forderte daraufhin noch ein paar Zeitungsexemplare an.
Sie ließ uns auch wissen, was mit dem Gewinn, den Wettpate Oliver Kahn für sein Wettteam eingespielt hatte, passieren soll. Der Titan hatte viermal den richtigen Ausgang der Wetten getippt und dafür 4.000 Euro erhalten. Die werden nun bei einem großen Mitarbeiterfest von Jasper auf den Kopf gehauen. Immerhin haben die Kollegen fleißig mitgefiebert. Allerdings mussten die Wettkandidaten die Wette im Vorfeld der Sendung streng geheim halten. Bis zehn Tage vor der Fernsehsendung durfte bei Jasper, außer den unmittelbar Beteiligten, niemand davon erfahren. Wenn etwas durchgesickert wäre und die Presse davon Wind bekommen hätte, dann könnte so eine Wette kurzfristig aus der Sendung fliegen. So streng sind die Spielregeln bei „Wetten, dass ...“.
Besuch bei Nofretete bleibt erschwinglich
Im März hieß der Branchentreff ITB in Berlin. Für Journalisten hat die Internationale Tourismus-Börse in Berlin stets auch etwas Überraschendes. Man ist überrascht, wen man in den Wandelgängen dieser endlos großen Messe so trifft. Als Ersten traf ich Busunternehmer Mathias Hirsch aus Karlsruhe. Er kam gerade von der Tagung des Ausschusses für Gruppentouristik in der DRV-Geschäftsstelle an der Jannowitzbrücke in Berlin. Man hatte sich dort mit den Verantwortlichen der Staatlichen Museen zu Berlin zusammengesetzt, um die Auswirkungen einer Hiobsbotschaft zu mildern. Kurz vor knapp, zum 1. April 2013, hatten die Berliner Museen eine Preiserhöhung für Eintritt und Gruppenführungen verfügt, teilweise bis zu 40 Prozent. Die Kurzfristigkeit dieser Information machte es Reiseveranstaltern unmöglich, diese neuen Preise in der Kalkulation zu berücksichtigen, da die Kataloge längst auf dem Markt waren. Matthias Bode von der Generaldirektion der Staatlichen Museen erschien zum Gipfeltreffen an der Jannowitzbrücke. Er kam nicht mit leeren Händen. Busunternehmen, die vor der Preiserhöhung bereits ihren Katalog auf dem Markt hatten, können sich bei ihm melden. Die finanzielle Differenz solle kompensiert werden. Es geschehen noch Zeichen und Wunder.
Dauerbrenner: Busanmietungen
Das Thema Anmietverkehre ist so alt wie die Busbranche selbst. Wer fährt für wen wo zu welchem Preis? Es gibt große Gruppenreiseveranstalter wie Trendtours, Leitner oder Polster & Pohl, die mit Busanmietungen sehr erfolgreich sind. Sie realisieren viele Paxe, sind stark im Vertrieb (viele Adressen) und können Preise anbieten, von denen andere nur träumen. Selbst Holiday Reisen hat sich von eigenen Bussen getrennt. Geradezu antizyklisch verhält sich derzeit Polster & Pohl aus Leipzig. Wie zu hören ist, wollen die beiden Unternehmensgründer jetzt zum ersten Mal eigene Busse kaufen und sind bereits auf der Suche nach Busfahrern. Dass die Busse auch mit allem Drum und Dran gemanagt werden müssen - von den Lenk-und Ruhezeiten bis zur Wartung – ist den Leipzigern gewiss klar.
Meyering, Gauf, Schumann
Wer war noch so auf der ITB unterwegs? Hermann Meyering mit seiner Tochter, die Tourismus in Bad Honnef studiert. Hermann Meyering stellt sich in Augsburg auf der RDAMitgliederversammlung der Wiederwahl. Auf meine Frage, ob es weitere Kandidaten gebe, antwortet er schmunzelnd: Bis jetzt habe sich noch niemand aus der Deckung gewagt. Dieter Gauf drohte mir mit einem Leserbrief. In seiner Personality zum 60. Geburtstag stand, dass er als passionierter Taucher noch nie einen Hai gesehen habe. Stimmt nicht mehr. Die Information ist veraltet. Beim Tauchen auf den Malediven hat er einen Hammerhai, einen Riffhai und einen Zitronenhai gesehen. Letzterer soll sich im Fall der Fälle festbeißen wie eine Bulldogge. Siehe da, auch Thomas Schumann war als Besucher auf der ITB. Nach zwei Jahren Abstinenz. Auf jeden Fall sieht er auch künftig sein Tätigkeitsfeld in der Touristik. Bei seinem aktuellen Prozess in Mühlhausen (Ziel: Bewährungs- statt Haftstrafe) sehe es nach dem vierten Verhandlungstag ganz gut für ihn aus, ließ er wissen.