Zu finden sind die “Stars mit Stern” in Halle 25 am Stand 500/501. Zugegen ist auch der neue Mercedes-Benz eIntouro, der erste vollelektrischen Überlandbus des Herstellers. Das Fahrzeug ist für Einsätze auf Überlandlinie, für Schulbusfahrten und kleinere Reisen ausgelegt und basiert auf dem bekannten, dieselgetriebenen Intouro. Betrieben wird er batterieelektrisch mit Lithium-Eisenphosphat-Zelltechnologie (LFP) mit 800-Volt-Technik. Sie verfügen über eine nutzbare Kapazität von 95 Prozent, sollen bis zu 15 Jahre halten und bis zu 500 Kilometer ohne Nachladen fahren können. Geladen wird per CCS-Typ-2-Stecker mit bis zu 400 kW Ladeleistung. Als Elektromotor kommt ein Zentralantrieb mit 320 kW und einem maximalen Antriebsdrehmoment von 24.700 Nm zum Einsatz.


Erhältlich ist der Bus in zwei Längen: 12,18 Meter und 13,09 Meter (eIntouro M). Damit lassen sich Bestuhlungsvarianten ab 50 bis maximal 63 Sitzplätzen abdecken. Optisch bleibt der eIntouro dem Intouro treu. Die 13-Meter-Version lässt sich mit einer Toilette vor dem hinteren Einstieg ausstatten, und ein Rollstuhllift auf der rechten Seite ist für beide Längenvarianten optional verfügbar. Zur Sicherheitsausstattung gehören u.a. Active Brake Assist 6 plus, Sideguard Assist 2 und Frontguard Assist. Software-Updates können „Over‑the‑Air“ ohne Werkstattaufenthalt realisiert werden. Die Updates erfolgen via Mobilfunknetzwerk über das digitale Omniplus On Portal. Die ersten Kundenfahrzeuge sollen im zweiten Halbjahr 2026 ausgeliefert werden.

 

eCitaro G und Setra TopClass S 516 auf Freigelände

 

Auf dem Bus2Bus-Freigelände können Besucher den elektrischen Stadtgelenkbus eCitaro G sowie den Superhochdecker-Reisebus Setra TopClass S 516 HDH besichtigen. Der ausgestellte eCitaro G ist mit einer neuen Antriebsachse mit verbesserten Elektromotoren ausgestattet, die eine Dauerleistung von 360 kW und ein Drehmoment von 860 Nm gewährleisten sollen. Sechs Hochvolt-Batteriepakete der Batteriegeneration NMC3 mit einer Energiekapazität von zusammen 588 kWh sorgen für Reichweite.

Auch der eCitaro G verfügt über die fahrdynamische Knickwinkelregelung ATC (Articulation Turntable Controller), die ein optimales Lenkverhalten, Stabilität und Wendigkeit sicherstellen soll. Zu den an Bord befindlichen Assistenz- und Sicherheitssystemen zählen u.a. der Bremsassistent Preventive Brake Assist 2, der Abbiegeassistent Sideguard Assist 2, der Frontguard Assist, der Verkehrszeichen‑Assistent und das Reifendruckkontrollsystem (TPM). Dem Fahrer steht das 270°-Kamerasystem für Gelenkbusse zur Verfügung.

Bei dem Ausstellungsfahrzeug Setra TopClass S 516 HDH handelt es sich um einen Dreiachser gehobener Ausstattung. Das Cockpit der Setra TopClass S 516 HDH ist mit Multifunktions‑Lederlenkrad, Keyless Start und elektronischer Feststellbremse mit Hold-Funktion und mit MirrorCam statt Außenspiegel ausgestattet. Das Kamerasystem gewährleistet Umfeldbeleuchtung für Rückwärtsfahrt und das 360°-Kamerasystem. Hinzu kommt das who-is-Who der Assistenzsysteme: Vom Active Drive Assist 2 mit aktivem Lenkassistenten, über Abstands-Regel-Tempomat mit Stop-and-go-Funktion, Active Brake Assist 6, Predictive Powertrain Control der neuesten Generation, Sideguard Assist 2, Frontguard Assist, Traffic Sign Assist und Attention Assist bis hin zum Reifendruckkontrollsystem (TPM) passt alles in den Bus, was derzeit in Sachen Sicherheit am Markt ist.

Omniplus On: Digitale Dienste für mehr Sicherheit und Effizienz

Mit seinem Omniplus On Portal präsentiert Daimler Buses auch sein Service-Portfolio auf der Bus2Bus. Die Dienstleistungen reichen von der Online‑Ferndiagnose Uptime und Uptime pro über Ortungsdienste bis zu Verbrauchs‑ und Fahranalysen für konventionell angetriebene Busse ebenso wie für Elektrobusse. Virtuelle Datenschnittstellen, sogenannte Data Packages, für Kunden mit eigenem Fuhrparkmanagement- und Leitsystem auch in standardisierter Weise, sowie Schnittstellen zwischen der Omniplus Online-Ersatzteilbestellung und kundenindividuellen Warenwirtschaftssystemen sollen das digitale Angebot von Omniplus ergänzen.

Mit Omniplus On Battery Monitoring erhalten Betreiber eine detaillierte Zustandsanalyse der Hochvoltbatterien samt Handlungsempfehlungen. Eine neue Notfall-Anruf-Funktion warnt bei kritischen Parametern automatisch Fahrer und Flottenmanagement. Uptime pro soll durch permanente Systemüberwachung und Remote-Diagnose die Fahrzeugverfügbarkeit steigern und die Total Cost of Ownership senken, während Omniplus On monitor Verbrauchsdaten differenziert nach Antrieb und Nebenaggregaten auswertet. Flexible Datenpakete mit bis zu 350 zertifizierten Datenpunkten sollen die nahtlose Integration in bestehende Flotten- und Telematiksysteme ohne zusätzliche Hardware ermöglichen.

Für alle neu ausgelieferten Omnibusse bietet Daimler Buses das sogenannte Digital Services Package als kostenlose Option an. Käufer neuer Dieselfahrzeuge der Marken Mercedes-Benz und Setra erhalten drei Jahre lang kostenlosen Zugang zu den im Paket enthaltenen digitalen Diensten. Für neu ausgelieferte batterieelektrische eCitaro, eCitaro fuel cell und eIntouro können die Kunden die digitalen Dienste sechs Jahre lang kostenlos nutzen. Nach Ende der Laufzeit erhalten die Kunden die Möglichkeit, die Dienste auch weiterhin zu einem reduzierten Paketpreis zu beziehen.

Omniplus Charge: Charging-as-a-Service

Mit der neuen Sub-Marke Omniplus Charge bündelt Daimler Buses sämtliche Leistungen rund um Lade- und H2-Infrastruktur unter dem Dach von Omniplus. Die Experten der Daimler Buses Solutions GmbH beraten Verkehrsunternehmen, erstellen softwarebasierte Machbarkeitsanalysen, planen Betriebshöfe, dimensionieren Energieversorgung und realisieren komplette Ladeinfrastrukturprojekte. Auf Wunsch übernimmt Daimler Buses im Rahmen von Charging-as-a-Service nun auch den Betrieb der Ladeinfrastruktur. Seit dem Start des Geschäftsbereichs gewann Omniplus bereits mehr als 60 Projekte.

Ab 2026 will Daimler Buses eigene öffentliche Ladesäulen an hochfrequentierten touristischen Standorten aufbauen und betreiben. Ein Pilotprojekt in Köln sieht vier Schnellladesäulen mit jeweils 400 kW Nennleistung vor. Zudem sollen am Zentralen Omnibusbahnhof in München vier weitere öffentliche Ladesäulen mit bis zu 600 kW entstehen. Busunternehmen sollen hier ihre E-Busse markenunabhängig mit grünem Strom aufladen können.