Mehrere Länder haben aufgrund der Auseinandersetzungen ihre Lufträume gesperrt. Massive Einschränkungen wurden bislang vor allem aus Dubai und Doha gemeldet. Das Auswärtige Amt rechnet damit, dass sich die Beschränkungen notgedrungen ausweiten könnten. Speziell Ägypten liege zwar weitab des Schusses im Iran. Die Lage in der gesamten Region bleibe bis auf weiteres jedoch unberechenbar.

Die Grenzregionen zu Libyen und Sudan wurde von den ägyptischen Behörden bereits selbst zu Sperrgebieten erklärt. Die Teilreisewarnung (Sicherheitsstufe 4) des Auswärtigen Amtes betrifft die folgenden Gebiete in Ägypten:

  • Norden der Sinai-Halbinsel (Gouvernement Nordsinai) einschließlich des Grenzgebiets zum Gazastreifen und zu Israel mit Ausnahme des unmittelbaren Küstenabschnitts und des Grenzortes Taba 
  • entlegene Gebiete der Sahara

Zu besonderer Vorsicht rät das Auswärtige Amt außerdem auf Reisen ans Rote Meer und allgemein an belebten Orten und bei besonderen Anlässen. Unbegleitete, individuelle Ausflüge und Überlandfahrten im Süden der Sinai-Halbinsel (Sharm el-Sheikh, Dahab, Nuweiba, Taba) und speziell die Nutzung der Straße von Suez nach Taba sollten nach Einschätzung der Behörde unterbleiben, da in diesen Regionen aufgrund früherer terroristischer Anschläge militärische Operationen stattfinden. Die Behörde appelliert, Anweisungen der lokalen Behörden und Sicherheitskräfte vor Ort ernst nehmen und zu befolgen, militärische Einrichtungen zu meiden und vor einem Abflug in den Ägypten-Urlaub die Fluggesellschaft bzw. den Reiseveranstalter zu kontaktieren, um frühzeitig von möglichen Flugroutenverlegungen oder Stornierungen zu erfahren. Außerdem empfiehlt das Auswärtige Amt, sich als Reisender in die weltweite Krisenvorsorgeliste einzutragen und die hinterlegten Daten regelmäßig zu aktualisieren.

Insgesamt bewertet das Auswärtige Amt die Lage in Ägypten dennoch als ruhig und stabil. Vor allem nachts sei im Zuge der Terrorismusbekämpfung mit verstärkten Kontrollen durch ägyptische Sicherheitskräfte zu rechnen.