Für einen gescheiterten Anschlag auf einen Reisebus sind zwei Männer in Prag zu Haftstrafen von acht und sechs Jahren verurteilt worden. Das Gericht sah es demnach als erwiesen an, dass die Männer im Mai 2015 einen selbstgebauten Sprengsatz in einer Sporttasche versteckt und in einem Fernlinienbus zwischen Prag und Warna deponiert hätten.

Hintergrund der Tat sei ein Konkurrenzkampf gewesen: Der Vater eines der beiden Angeklagten betreibe eine eigene Buslinie auf der Strecke zwischen Tschechien und Bulgarien.

„Sie wollten nicht nur einschüchtern, sondern ernste Schäden verursachen“, sagte der Richter in der Urteilsbegründung. Das Strafmaß sei vergleichsweise milde.

In dem Bus saßen 34 Passagiere und zwei Fahrer. Als das Fahrzeug Ungarn erreicht hatte, bemerkten die Reisenden einen Chemikalien-Geruch. Experten der Polizei konnten den Sprengsatz entschärfen. Er sei voll funktionstüchtig gewesen und habe aus einem Benzinkanister und einem Zeitzünder bestanden, hieß es.