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23.2.2012 : 13:23 : +0100

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Aus für Trabi-Stadtrundfahrten in Leipzig

In der Leipziger Umweltzone darf es bis auf Weiteres keine Stadtrundfahrten im Trabi geben. Der Trabi gilt als nachrüstungsresistent.

Trabant 601

Trabant 601

Ein Touristik-Anbieter, der für seine zwölf nostalgischen Trabants bei der Stadt eine Ausnahmegenehmigung erreichen wollte, hatte vor dem Verwaltungsgericht Leipzig eine Niederlage erlitten. Die Genehmigung könne nur erteilt werden, wenn der Firma anderenfalls eine Existenzgefährdung drohe, entschied das Gericht in einem vorläufigen Rechtsschutzverfahren. Die Firma habe - anderes als ein Konkurrenz-Anbieter mit einem Trabant - aber nicht beweisen können, dass sie ohne die Trabitouren pleitegehen würde.
Gegen den Beschluss könne Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht (OVG) in Bautzen eingelegt werden, teilte das Gericht am Donnerstag mit. Die Geschäftsführerin der betroffenen Saxonia Touristik, Karen Ulber, kündigte an, vor das OVG ziehen zu wollen. „Die Trabitouren sind ein Alleinstellungsmerkmal für die Stadt.“ Sie werde sich nicht mit dem Hinweis des Leipziger Ordnungsamtes abfinden, sie könne die Touren ja in Städten veranstalten, wo es keine Umweltzone gibt.
Die Leipziger Umweltzone gilt seit 1. März 2011. Sie umfasst weite Teile der Stadt. Trabis müssen seither grundsätzlich draußen bleiben. Laut Ulber ist es unmöglich, die DDR-Oldies so nachzurüsten, dass sie eine grüne Plakette bekommen können.



Freitag, 27. Januar 2012 16:13 Alter: 27 Tage