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23.2.2012 : 13:22 : +0100

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160.000 Dollar pro Passagier?

Amerikanische Anwälte kämpfen, so berichtet die „Süddeutsche Zeitung“ am Mittwoch, für die Opfer des havarierten Kreuzfahrtschiffes „Costa Concordia“ und peilen dabei. Summen von 160.000 Euro pro Passagier an.

Costa Concordia

Costa Concordia

Die Carnival Corporation trage die Mitschuld an der Havarie, sagt Seerechtsanwalt Proner. Selbst wenn sich nach der detaillierten Untersuchung der Unglücksursache herausstellen sollte, dass es sich um einen Fahrfehler des Kapitäns gehandelt habe, sei es erwiesen, dass die Reederei Abweichungen von der Fahrtroute angeordnet, zumindest aber toleriert habe. Wer durch den Unfall schwere Verletzungen davon getragen habe, sagt Mitchell Proner, Partner der auf Seerecht spezialisierten Kanzlei Proner & Proner, könne sogar mehr erwarten. Angehörige der 16 Todesopfer könnten womöglich Millionenbeträge fordern. Sollten die New Yorker Anwälte mit ihrer Sammelklage Erfolg haben, könnten auf den Schiffsbesitzer Carnival Millionenforderungen zukommen, die wohl nur zum Teil von den Versicherungen gedeckt würden.

In Florida hat die in Panama registrierte Carnival Corporation ihren Verwaltungssitz. Carnival ist mit 14,5 Milliarden Dollar Umsatz und zwei Milliarden Dollar Jahresgewinn das größte Kreuzfahrtunternehmen der Welt. 2000 kaufte Carnival die genuesische Reederei Costa Crociere, zu deren Flotte die Costa Concordia gehörte.

Donnerstag, 26. Januar 2012 09:56 Alter: 28 Tage