Busdiebstahl – Modelle der Setra 5er HD-Serie besonders beliebt

Die Zahl der Busdiebstähle hat in diesem Jahr zugenommen. Laut dem Versicherungsmakler Dittmeier wurden allein im Frühjahr 2017 gleich drei Modelle der Setra 5er HD-Serie geklaut. Der jüngste Vorfall ist erst ein paar Tage alt. Anfang September wurde ein fast neuer Setra 515 HD-Reisebus der Firma Quecke vom Betriebshof in Schwerte (Nordrhein-Westfalen) gestohlen.

Der Spezial-Versicherungsmakler für Omnibusunternehmen warnt erneut eindringlich vor Busdiebstählen. Betroffen seien vor allem Fahrzeuge der Setra 5er HD-Serie.

Laut Dittmeier würden die Bussen nicht mehr in europäischen Hauptstädten, sondern direkt vom Betriebshof gestohlen. Dabei könnte es sich um eine größere Tätergruppe der Staaten des westlichen Balkans handeln, die scheinbar Busse auf „Vorbestellung“ gezielt stiehlt.

Bisher wurden Busdiebstählen in und um europäische Metropolen wie Paris, Mailand und Rom gemeldet. Inzwischen, so der Versicherungsmakler, ließe sich eine neue Entwicklung beobachten: Die Diebe würden sich über die Homepage der lokalen Unternehmen einen Einblick über deren Fuhrpark verschaffen. In unmittelbarer Nähe zum Betriebshof des Busbetriebs werde dann ausgekundschaftet, wann welche Busse auf dem Betriebshof sind. Es bestünde, so Dittmeier, der Verdacht, dass Informationen zum Fuhrpark durch ehemalige oder aktuelle Mitarbeiter in die Kreise der Diebesbanden fließen.

Tatzeit sei in den allermeisten Fällen die Zeit nach Mitternacht. Die Halle, der Schlüsselkasten oder auch der Bus werden aufgebrochen und der Bus entwendet. Häufig geht dann die Fahrt ins angrenzende Ausland. Dittmeier appelliert an die einzelnen Busbetriebe, speziell solche mit neueren Setra-Modellen der 5er Serie, ihren Betriebshof gut zu sichern und alle Busse mit einem GPS-Ortungssystem auszustatten. Für maximal 20 bis 30 Euro im Monat ließen sich die Busse schützen. Zudem empfiehlt Dittmeier auch, in der verschlossenen Halle keine Schlüssel im Reisebus stecken zu lassen: Diese gehörten in einen verschlossenen Schlüsseltresor. Wird ein Bus mit steckendem Schlüssel gestohlen und gab es im Voraus hierzu keine spezielle Absprache mit der Versicherung, müssen Busunternehmer mit der Verweigerung der Entschädigung rechnen.