Übersicht
2009 Oktober - Dirk Hänsgen & Stefan Zingler
Busunternehmer und Schuldirektor initiieren Schulausflüge
Seit Januar 1993 stellt der Bus Blickpunkt jeden Monat den "Manager des Monats" vor. Es sind Leute, die direkt oder indirekt mit der Busbranche in Verbindung stehen, mit Ideen und Innovationen Akzente setzen und dafür sorgen, dass das Image der Bustouristik steigt und die Zahl der Busreisenden immer größer wird. Der Manager des Monats Oktober 2009, so die Wahl des Bus Blickpunkt, heißen Dirk Hänsgen, Geschäftsführer Koller Touristik und Stefan Zingler, Direktor des Gymnasiums St. Michael in Paderborn

- Dirk Hänsgen & Stefan Zingler
Das Wort hat drei Silben und ist bestens geeignet ein synchrones Lächeln auf die Gesichter zu zaubern: „Spa – ghet –ti“ ruft die Lehrerin und die Schülerinnen tun es ihr gleich. Schnell ist das Klassenfoto im Kasten. Es ist der 14. September 2009. Der Tag, an dem die Autostadt in Wolfsburg das Ziel der Schulfahrt von 1.500 Schülerinnen des Gymnasiums und der Realschule St. Michael in Paderborn ist. Dass beim Eintreffen und auch später alles wie am Schnürchen klappt, hat sehr wesentlich mit zwei Paderbornern zu tun, die für diese Aktion zueinander gefunden haben: Busunternehmer Dirk Hänsgen, Geschäftsführer von Koller Touristik, und Stefan Zingler, Direktor des Gymnasiums St. Michael. Solch eine Idee – nicht nur mit einer Klasse, sondern gleich mit der gesamten Schule die Autostadt zu besuchen – sorgt auch für neue Impulse in der Bustouristik. Deshalb wählte Bus Blickpunkt Busunternehmer Dirk Hänsgen und Schuldirektor Stefan Zingler zum „Manager des Monats Oktober 2009“.
Als kurz vor 12.00 Uhr Otto Ferdinand Wachs, Geschäftsführer der Autostadt, und Dr. Wolfgang Guthardt, Direktor der Experimentierlandschaft Phaeno, die Schülerinnen herzlich willkommen heißen, sieht man Busunternehmer Dirk Hänsgen, die Anspannung dieses Morgens noch ein wenig an. Dabei ist die erste logistsiche Meisterleistung des Tages schon vollbracht. Die sichere und pünktliche Ankunft von 30 Bussen in der Autostadt. Im Vorfeld hatte Dirk Hänsgen vieles bedacht: Mit der Autobahnpolizei telefoniert, um zu wissen wie die Lage auf den Straßen von Paderborn nach Wolfsburg ist. Das Internet noch einmal gecheckt. Die Polizei in Wolfsburg wurde informiert. Und ein Reiseunternehmen im Harz – etwa auf halber Strecke zwischen Paderborn und Wolfsburg gelegen – hatte sich bereit erklärt, einen Ersatzbus zu schicken, falls einer der 30 Busse unterwegs eine Panne haben sollte. Zwischen 8.00 Uhr und 8.30 Uhr starteten die Busse – schubweise, weil es nicht zu Verstopfungen in den Straßen von Paderborn kommen sollte.
„Besonders wichtig war für mich“, so Busunternehmer Dirk Hänsgen, „dass Realschule und Gymnasium rechtzeitig vor dem 14. September die Sitzplatzlisten für die Busse erhielten. Denn nicht jede Klasse hatte einen Bus für sich. Da wir in unserer Firma mit 19 Linienbussen und drei Reisebussen nicht genügend eigene Kapazitäten für einen Schulausflug in dieser Dimension hatten, mietete ich bei Kooperationspartnern Fahrzeuge an. Da waren dann Busse mit 30 und 50 Sitzen dabei, aber auch Doppeldecker. Letztlich mussten nur fünf Schulklassen aufgeteilt werden, um die Belegung optimal zu gestalten.“
Wie jede Busreise, muss sich natürlich auch diese für Busunternehmer Dirk Hänsgen rechnen. Das funktionierte. Die Autostadt kalkulierte bei dieser Dimension einen guten Preis für Eintritt und ein Mittagessen mit Getränk. Busunternehmer Dirk Hänsgen konnte nach Kalkulation der Busfahrt letztlich das Paket für 22 Euro pro Reiseteilnehmer an die Schule weiter geben. „Das war akzeptabel“, sagt Schuldirektor Stefan Zingler und freut sich, dass sich die Schülerinnen bei diesem Schulausflug 2009 für die Autostadt entschieden haben. Die Entscheidung war nicht ganz zufällig. Busunternehmer Dirk Hänsgen hatte vor zwei Jahren schon einmal solche eine Tour mit 1.500 Schülern auf die Beine gestellt, mit einer anderen Schule aus Paderborn. Auch die war ein Erfolg. In Mailings übermittelt er immer wieder seine Schülerreisen an die Schuldirektoren. Dabei denkt er über den Tag hinaus. „Man bringt sich auch für andere Busreisen ins Gespräch.“
So eine Schulfahrt ist natürlich immer auch eine kleine Ausschreibung. Wo soll es hingehen? Es darf nicht zu weit für einen Tag sein. Wer bietet die besten Konditionen? Was ist besser: Zug oder Bus? Soll es nicht mal wieder in eine Großstadt gehen, nach Köln zum Beispiel? „Mit dem Zug einfach in eine Stadt zu fahren, die Schüler raus lassen und nach fünf Stunden wieder einsammeln“, davon halte ich nichts“, sagt Schuldirektor Stefan Zingler. Da war das Angebot der Autostadt schon attraktiver: Führung in kleinen Gruppen durch die Autostadt, 7 Marken-Pavillons gab es zu entdecken, die neue Dauerausstellung „Level Green – die Idee der Nachhaltigkeit“ zu besichtigen. Dann der Wechsel in die Experimentierlandschaft Phaeno.
„Den Ausschlag für diese Reise hat aber vor allem der Besuch von Vertretern der Autostadt in der Schule gegeben. Sie stellen die Autostadt im kleinen Kreis vor. Dann wurden wir nach Wolfsburg eingeladen, mit einem Kleinbus abgeholt und konnten Autostadt und das Phaeno selbst in Augenschein nehmen. Da waren die Mädchen Feuer und Flamme.“
