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2009 Juli - Max Foster
Geschäftsführer von DFDS Seaways
Seit Januar 1993 stellt der Bus Blickpunkt jeden Monat den "Manager des Monats" vor. Es sind Leute, die direkt oder indirekt mit der Busbranche in Verbindung stehen, mit Ideen und Innovationen Akzente setzen und dafür sorgen, dass das Image der Bustouristik steigt und die Zahl der Busreisenden immer größer wird. Der Manager des Monats Juli 2009, so die Wahl des Bus Blickpunkt, heißt Max Foster, Geschäftsführer von DFDS Seaways.

- Max Foster
„Wenn man den Busmarkt gut behandelt, kommt sofort etwas zurück.“ Das ist die Überzeugung von Max Foster. Dabei hat Foster von Berufs wegen eher mit Schiffen zu tun, genauer genommen mit Fähren. Denn als Geschäftsführer von DFDS Seaways Deutschland verantwortet der 31-Jährige vom Hamburger Högerdamm aus das operative Geschäft der dänischen Reederei in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
DFDS Seaways ist eine Tochtergesellschaft der Det Forenede Dampskibs-Selskab, zu Deutsch: Die Vereinigte Dampfschiffs-Gesellschaft, gegründet 1866 und heute ein internationales Schifffahrtsunternehmen mit rund 4.400 Mitarbeitern und 64 Schiffen, „in Dänemark so bekannt wie Coca Cola“, lacht Max Foster. Eine weitere Tochtergesellschaft ist die Frachtreederei DFDS Tor Line, und kürzlich kam mit DFDS Lisco noch ein weiterer Ableger dazu, der neben Fracht auch Touristengruppen mit an Bord nimmt und Kabinen für die Passage bietet. Von Kiel, Lübeck und Sassnitz fährt DFDS Lisco ins Baltikum.
„Interessante Strecken“, sagt Max Foster, der sich vorstellen könnte, eine solche Verbindung zu gegebener Zeit auch einmal mit einer der Kreuzfahrtfähren von DFDS Seaways zu bedienen. Doch das ist derzeit noch Zukunftsmusik, und wenn sich einer mit Musik auskennt, dann ist es Max Foster.
Foster hat in Hamburg Systematische Musikwissenschaften und Rechtswissenschaften studiert und während dieses Studiums für Unternehmen freischaffend Marketingkonzepte entwickelt. Eines dieser Unternehmen war DFDS Seaways, und so kam Foster nach seinem Studium zu seinem heutigen Arbeitgeber, wo es rasch auf der Karriereleiter nach oben ging. Nach sechs Monaten wurde er zum Marketing-Leiter berufen, ein Jahr später kam die Verantwortung für den Vertrieb dazu und ein weiteres Jahr später wurde er Geschäftsführer von DFDS Seaways Deutschland.
Für die Bustouristik ist das ein Glücksfall, denn Max Foster weiß, dass sich mit Busunternehmern gutes Geld verdienen lässt, allerdings nur, wenn der Preis stimmt. „Ein Bus mit 50 Mann ist mir lieber als drei Familien“, sagt Foster, die Busunternehmer werden es gerne hören. 30 Prozent des Gesamtumsatzes macht DFDS Deutschland derzeit mit Busgruppen. Damit ist man Spitzenreiter im DFDS-Verband.
Seit Max Foster 2007 die Neuausrichtung des Busgeschäfts bei DFDS Seaways einleitete, verzeichnet man deutliche Wachstumsraten auf dem Busmarkt, das soll auch 2010 so bleiben. „Wir haben gerade die Preise für 2010 veröffentlicht. Es gibt keine Preiserhöhung, die Preise bleiben stabil.“ Außerdem weist er darauf hin, dass Busgruppen auf den DFDS-Fähren ab einer Mindestgruppengröße nicht nur eine, sondern zwei Freikabinen erhalten. „Bei uns hat der Fahrer und der Reiseleiter eine Freikabine.“ Die liegen in mehreren Etagen unter Deck der mondänen und luxuriösen Kreuzfahrtfähren, mit denen DFDS Seaways nicht einfach nur Fährpassagen anbietet, sondern Mini-Kreuzfahrten mit Kreuzfahrt-Feeling. Mehrere Restaurants an Bord verwöhnen selbst den anspruchvollsten Gaumen, nach dem Essen kann man sich von dem großen Showprogramm verzaubern lassen oder beim Karaoke selbst zum Mikrofon greifen.
Beide Minikreuzfahrt-Passagen, die DFDS anbietet, laufen derzeit sehr gut. Die Strecke Amsterdam – Newcastle entwickele sich immer besser, seit die Kundschaft, gerade aus dem Busbereich, das Potenzial dieser Verbindung und die Vorteile einer Passage mit DFDS erkannt habe. „Bei uns sind Busse sehr willkommen, und es gibt für Busunternehmer jede Menge Vorteile, mit DFDS zu fahren“, erklärt Foster. Zum einen gewinne Nordostengland mit der Doppel-Metropole Newcastle-Gateshead und so malerischen Städtchen wie Durham touristisch an Aufmerksamkeit, zum anderen sei man von Newcastle auch schnell entlang des Hadrianwalls in Edinburgh (etwa eineinhalb Stunden Fahrtzeit mit dem Bus) oder am Fährterminal von Stranraer (etwa zwei bis zweieinhalb Stunden), um nach Nordirland und Richtung Belfast überzusetzen. „Newcastle liegt an der schmalsten Stelle Großbritanniens, auch wenn man nach Schottland oder Nord-Irland will, spart das Zeit und Sprit“, sagt Foster.
Auch die zweite Mini-Kreuzfahrt-Route von Kopenhagen nach Oslo erfreue sich stetig wachsenden Nachfrage bei den Busunternehmern, sagt Max Foster. Einer der Gründe sei sicherlich, dass andere Fähren auf dieser Route keine Busse mit auf´s Schiff nehmen. „Wir lassen die Leute natürlich mit dem Bus auf unser Schiff.“ Zusätzlich ankurbeln sollen diese Route „tolle Pakete, die wir derzeit schnüren“. Außerdem verkehre mit der „Pearl of Scandinavia“ ja auch das Flaggschiff von DFDS auf dieser Route, „ein ganz tolles Schiff“, für das Max Foster für die Weinliebhaber noch einen Insider-Tipp verrät: „Auf der Pearl of Scandinavia haben wir die mehrfach gekürte beste Weinbar Skandinaviens.“
Max Foster genießt es, auf einem der Schiffe seines Unternehmens unterwegs zu sein, sei es anlässlich einer Besprechung oder aus anderen Gründen. „Dann weiß ich immer, warum mir dieser Job so viel Spaß macht.“ Ein anderer Grund ist natürlich sein 15-köpfiges Team in Hamburg und die Firmenphilosophie seines dänischen Arbeitgebers. „Bei uns gibt es einige Jungspunde wie mich und Leute, die schon 22 Jahre dabei sind. DFDS ist ein guter Arbeitgeber.“
Max Foster hat zwei Pässe, einen deutschen und einen amerikanischen. Sein Vater, ein Amerikaner, hat in Hamburg als Musical-Produzent gearbeitet und die Stage-School gegründet, die allerdings nichts mit Stage Entertainment zu tun hat. Seine Mutter, eine Deutsche, arbeitete als Soziologin. Seit sieben Jahren ist Max Foster in festen Händen. Lebensgefährtin Sandra lebt zur Zeit berufsbedingt in Zürich. „Das“, lacht Max Foster, „bringt Air Berlin gerade ganz gute Umsätze.“
