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2008 September - Helmut Zanker
Helmut Zanker - Führte als CEO Spheros zum Erfolg
Seit Januar 1993 stellt der Bus Blickpunkt jeden Monat den "Manager des Monats" vor. Es sind Leute, die direkt oder indirekt mit der Busbranche in Verbindung stehen, mit Ideen und Innovationen Akzente setzen und dafür sorgen, dass das Image der Bustouristik steigt und die Zahl der Busreisenden immer größer wird. Der Manager des Monats September 2008, so die Wahl des Bus Blickpunkt, heißt Helmut Zanker , CEO von Spheros.

- Helmut Zanker
„Wir sorgen für ein gutes Klima“. Diese Aussage ist die Quintessenz dessen, wofür Helmut Zanker als CEO der Spheros Gruppe und seine weltweit rund 700 Mitarbeiter täglich zur Arbeit gehen. Der 51-Jährige leitet zusammen mit Jens-H. Arnold die Geschicke der Spheros GmbH, die Ende 2005 aus einem Management Buyout der Webasto Gruppe entstanden ist. Ihr Sitz in Gilching bei München ist die Zentrale des weltweit agierenden Entwicklers, Herstellers und Anbieters von Dachluken, Heizsystemen und Klimaanlagen im Busbereich. „Gutes Klima“, so Zanker „bedeutet für uns, dass sich nicht nur die Fahrgäste in Stadt- und Überlandbussen wohl fühlen, sondern auch, dass sich unsere Anlagen für die Busbetreiber rechnen.“
Gutes Klima für alle
An welchen Parametern die Ingenieure zu tüfteln haben, um dem Passagier ein gutes Klima-Gefühl zu geben, erfahren sie laut Zanker aus einer genauen Beobachtung des Marktes und dem Dialog mit den Fahrgästen. Doch auch die zahlreichen Gespräche mit Fuhrunternehmern und Busbetreibern sind für die Entwickler eine beständige Quelle für Innovationen. Hier möchte Spheros eher betrieblich gesehen für ein gutes Klima sorgen: durch höhere Wirtschaftlichkeit. Effiziente Klimasysteme im Bus sollen helfen, die Mehrkosten für Sprit abzufedern und zusätzliche Belastungen wie zum Beispiel für Wartung und Service minimal zu halten.
Darüber hinaus liegt den Verantwortlichen von Spheros auch das gute Klima im gesamten Ökosystem am Herzen, denn noch nie haben die Themen Nachhaltigkeit und Umweltschutz eine größere Rolle gespielt. „Die Ergebnisse unserer Forschung der letzten Jahre gehen auf die Bedürfnisse der Busbranche ein und darüber hinaus. So haben wir schon jetzt unsere erfolgreiche Standheizung weiterentwickelt und können rechtzeitig zur derzeitigen Klimadiskussion ein Modell anbieten, das im Hinblick auf Abmessungen und Emissionen deutlich abgespeckt wurde“, beschreibt Zanker eines der Neuprodukte, das auf der IAA Hannover dem Publikum vorgestellt wird. Doch was erfüllt einen CEO eines großen Bustechnik-Zulieferers eigentlich mit Zufriedenheit? „An meiner Arbeit liebe ich am meisten, dass ich etwas Neues schaffen kann und konkrete Wege erarbeite, wie unsere Ziele umgesetzt werden können“, erzählt Zanker mit der Ingenieursleidenschaft, die ihn in den mittlerweile 25 Jahren seiner Karriere in der Automobilbranche stets antrieb. Und umgesetzt wurde schließlich so einiges, seit er zusammen mit zwei Investoren Spheros ins Leben rief und sogar selbst in die neu gegründete GmbH investierte. In den fast drei Jahren am Markt habe sich, so Zanker, schon viel getan. „Der Name Spheros ist mittlerweile in der Branche ein Begriff für hohe Qualität und Innovation. Die Erfahrungen und der Erfolg als eigenständiges Unternehmen haben uns als Mannschaft stark zusammengeschweißt, auch international.“ Mit der Gründung von Tochtergesellschaften in Dubai, Kolumbien, Malaysia, Indien und Singapur sowie dem Ausbau der Standorte in Finnland, Brasilien sowie im deutschen Neubrandenburg wächst das Unternehmen beständig und möchte in Zukunft noch stärker auf dem internationalen Markt mitmischen. „Mein Traum ist es, dass wir in den nächsten sieben Jahren in unseren Auslandsregionen genauso viel Umsatz machen wie in Europa, wo wir durch unsere über 50-jährige Präsenz am Markt eine führende Position einnehmen“, beschreibt Zanker seine Ziele und fährt fort: „Ich habe in einem Unternehmen wie Spheros die Chance, unmittelbar weltweit zu agieren, das könnte ich bei großen Konzernen nicht mal als Vorstand“, verdeutlicht Zanker.
Ruhepol Familie
Und privat? Helmut Zanker ist bekennender Familienmensch. Die neunjährige Victoria Zanker und ihr vierjähriger Bruder Matteo sind für internationale Projektsteuerung noch nicht zu begeistern, umso mehr jedoch für die verschiedenen Länder und Kulturen, von denen ihnen ihr Vater gerne erzählt. So haben auch die beiden Kinder des Managers, der mit seiner italienischen Frau Alessandra im bayerischen Planegg lebt, bereits viele Eindrücke aus der großen weiten Welt zuhause: Ihr Vater kehrt von keiner Geschäftsreise zurück, ohne ein landestypisches Mitbringsel wie einen indischen Sahri oder einen Sombrero aus Mexiko im Gepäck zu haben. Doch ist der zweifache Vater zuhause, bleibt sein Berufsleben außen vor. Dann sind ganz andere Dinge wichtig: „Ich genieße es, einfach mal Zeit für meine Frau und meine Kinder zu haben.“ Helmut Zanker ist eine strikte Trennung von Arbeit und Privatleben wichtig. Er ist darauf bedacht, dass auch seine Mitarbeiter Kraft und Inspiration in der Freizeit und Familie finden. Damit ist ein gutes Klima auch Credo im Unternehmen selbst und die Mitarbeiter danken es ihrem Chef: „Meine Kollegen sind im Durchschnitt schon 15 Jahre mit dabei. Das sind hoch qualifizierte Leute, die untereinander befreundet sind und sich gegenseitig vertrauen. So etwas schafft die Basis für eine enge Zusammenarbeit und unsere Innovationsfähigkeit. Auch die jungen Ingenieure können bei uns schon früh Verantwortung übernehmen und werden darin bestärkt, global zu arbeiten“, meint Zanker, der selbst Betriebswirtschaftslehre und Maschinenbau studiert hat. Doch für seine persönliche Zukunft träumt der viel beschäftigte Manager von Dingen, die kaum etwas mit den Themen Bus und Klimatisierung zu tun haben. „Irgendwann möchte ich einen stillgelegten Bauernhof renovieren und Zeit haben, mich meinen Hobbies zu widmen: Zum Beispiel im Garten die Obstbäume zu schneiden oder im Orchester Posaune zu spielen“, sinniert Helmut Zanker. Doch vorerst muss dieser Traum ein wenig warten, denn Posaunist Zanker sorgt im Orchester des Unternehmens Spheros weiterhin für ein stimmiges Zusammenspiel aller und hat dabei vor allem eines im Sinn: Ein gutes Klima.
