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7.2.2012 : 6:50 : +0100

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2008 Juli - Michael „Bully“ Herbig

Michael „Bully“ Herbig - Musical-Premiere „Schuh des Manitu“ am 7.12. in Hamburg

Seit Januar 1993 stellt der Bus Blickpunkt jeden Monat den "Manager des Monats" vor. Es sind Leute, die direkt oder indirekt mit der Busbranche in Verbindung stehen, mit Ideen und Innovationen Akzente setzen und dafür sorgen, dass das Image der Bustouristik steigt und die Zahl der Busreisenden immer größer wird. Der Manager des Monats Juli 2008, so die Wahl des Bus Blickpunkt, heißt Michael „Bully“ Herbig, Produzent des gleichnamigen Kinofilms „Schuh des Manitu“.

 

Michael „Bully“ Herbig
Michael „Bully“ Herbig

Michael Herbig kennt spätestens seit dem Kinofilm „Der Schuh des Manitu“ jeder Deutsche. In dem mit elf Millionen Besuchern erfolgreichsten deutschen Nachkriegsfilm spielte das Multitalent Herbig die Doppelhauptrolle als Abahachi und Winnetouch, führte Regie, schrieb als Autor am Drehbuch mit und produzierte den Erfolgsfilm. Doch Michael nennt den Münchner eigentlich niemand. Seine Freunde nicht, seine Kollen auch nicht, und erst recht nicht seine Fans. Für sie ist Michael Herbig einfach nur „Bully“. Und als solcher ist er längst eine Kult-Figur der deutschen Comedy-Szene.

Nach dem grandiosen Erfolg des Kultfilms „Der Schuh des Manitu“ arbeiten Herbig und Stage Entertainment derzeit an der kreativen Umsetzung des Comedy-Klassikers in eine Musicalversion. Im Berliner Theater des Westens sollen die Blutsbrüder Abahachi und Ranger am 7. Dezember dieses Jahres ihre Premierenvorstellung geben.

Für „Bully“ Herbig ist das Muscial die konsequente Weiterentwicklung seines Films. „Dieses Musical-Ding schwebte da immer mit“, sagte Herbig bei der Präsentation der ersten Szenen der Muscialversion des „Schuh des Manitu“. Schon im Film habe es Gesangs- und Tanzeinlagen gegeben, „weil ich das einfach mag“, sagte Herbig. „Ich bin nun mal schon immer ein Riesen-Musical-Fan, mein All-Time-Favorit ist ,Singin in the Rain’.“ Nach dem Erfolg seines Films habe er von sich aus in der Branche nach einem Produzenten gesucht. Den fand „Bully“ Herbig bei Stage Entertainment. Bei der Präsentation der ersten Szenen gab Herbig aber auch zu, dass es schwierig gewesen sei, seinen Film „wegzugeben“. „Ich kann nur hoffen, dass dem Baby nichts passiert und man nichts kaputt macht“, sagte er grinsend über die Produktion des Musicals. Natürlich sei es nicht leicht, den Humor und die Komik des Films auf der Bühne umzusetzen. Aber auch die Lieder seien lustig, besonders wenn sich Melodien „absolut konträr“ zu Texten verhalten würden. „Dadurch entsteht eine völlig neue Komik.“

Nach Aussage von Stage Entertainment soll sich das Musical genauso wenig ernst nehmen, wie es der Film als Western getan habe. „Es ist eben gleichzeitig auch eine Musical-Parodie“, sagte Michael Hildebrandt, Geschäftsführer von Stage Entertainment. Für Stage sei das nun die dritte Eigenproduktion in Deutschland nach dem Udo-Jürgens-Musical „Ich war noch niemals in New York“ und „Ich will Spaß“ über die Neue Deutsche Welle, das ab Oktober in Essen läuft. Doch mit der Transformation seines Kult-Klassikers als Musical geht für „Bully“ auch ein Traum in Erfüllung, denn: „Theater wollte ich schon immer machen, aber wenn, dann auch richtig groß. Jetzt gebe ich sozusagen mein Baby in andere Hände, aber ich fühle mich bei Stage Entertainment gut aufgehoben, denn hier arbeiten Profis, die für Theater brennen. Ich bin mir sicher, dass der besondere Charme und die Temperatur des Films auch in der Bühnenversion vermittelt werden."

Der Münchner „Bully“ Herbig ist gelernter Fotograf und startete seine Karriere bei den regionalen Radiosendern „Radio Gong“ und „Radio Energy“ (1992 bis1995). Nach kleineren Auftritten in Werbespots, TV-Specials und einer eigenen Hörfunk-Comedy-Serie gründete er die Firmen herbX medienproduktion, herbX Tonstudios und die Postproduktionsfirma Xframe. Darüber hinaus zeichnet er sich als Autor, Darsteller, Regisseur und Produzent für die sehr populäre „Bullyparade“ verantwortlich, die mittlerweile in der sechsten – und letzten – Staffel bei ProSieben ausgestrahlt wird. Die „Bullyparade“ wurde mit drei Nominierungen für den renommierten Comedy-Preis „Goldene Rose von Montreux“ und einer Nominierung für den Deutschen Fernsehpreis 2000 und 2001 honoriert.

1999 gab Bully sein Debüt als Regisseur mit dem vollkrassen Komikerduo „Erkan & Stefan“. Mit seiner eigenen Filmproduktionsgesellschaft herbX  nahm er sein erstes Kinoprojekt „Der Schuh des Manitu“ mit den Kollegen aus der Bullyparade als Darsteller in Angriff. Das Ergebnis ist bekannt: elf Millionen Menschen strömten in die Kinos. Sie waren mit der Gesamtsituation ganz und gar nicht unzufrieden. „Der Schuh des Manitu“ wurde zum erfolgreichsten Film der deutschen Nachkriegsgeschichte und erhielt den Bayerischen und den Deutschen Filmpreis sowie den Bambi 2001.

Im Juli 2004 kam Herbigs zweite Parodie „(T)Raumschiff Surprise – Periode 1“ in die deutschen Kinos, die ebenso wie „Der Schuh des Manitu“ auf Figuren der Bullyparade aufbaut und insgesamt 9,1 Millionen Besucher begeisterte. Zu seinen weiteren erfolgreichen Produktionen gehören „Feines Fressi“ und „Hui Buh, das Schlossgespenst“ (2006).

Im Sommer dieses Jahres wird „Bully“ Herbig die Zeichentrickserie „Wickie und die starken Männer“ verfilmen. „Bully“ wird Regie führen und außerdem in einer Nebenrolle zu sehen sein. Der Film soll 2009 in die deutschen Kinos kommen. Die Rollen der „starken Männer“ suchte Herbig bereits  in der Casting-Show „Bully sucht die starken Männer“ auf dem Sender ProSieben. (pg)