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7.2.2012 : 6:55 : +0100

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2008 April - Hans-Joachim Frey

Hans-Joachim Frey - Holt Fliegenden Holländer an Weser


Seit Januar 1993 stellt der Bus Blickpunkt jeden Monat den "Manager des Monats" vor. Es sind Leute, die direkt oder indirekt mit der Busbranche in Verbindung stehen, mit Ideen und Innovationen Akzente setzen und dafür sorgen, dass das Image der Bustouristik steigt und die Zahl der Busreisenden immer größer wird. Der Manager des Monats April 2008, so die Wahl des Bus Blickpunkt, heißt Hans-Joachim Frey, Generalintendant des Theater Bremen.

Hans-Joachim Frey (42) ist seit dem 1. August 2008 Generalintendant des Theater Bremen. Das Theater Bremen ist ein Viersparten-Haus und verfügt über mehrere Spielstätten. Die neueste, spektakulärste und bustouristisch interessanteste dieser Spielstätten ist die Seebühne auf der Weser. Hier wird an insgesamt vier Terminen im Juni und Juli 2008 Richard Wagners Oper "Der Fliegende Holländer" zu sehen sein. Eine konzertante Aufführung, als eindrucksvolles Open-Air-Spektakel vor der Industriekulisse der Stadt inszeniert. "Da kommt der Holländer auf einer großen alten Kogge. Die Frist ist um. Abermals vergangen sind sieben Jahre. Die Zuschauer erleben seine Ankunft ganz real auf der Seebühne von Land aus. Sie gehen nach Hause und tragen die Botschaft weiter: Warst du auch schon draußen auf der Weser? Wunderschön die Ankunft des Holländers bei heraufziehender Nacht. Das musst du erlebt haben", gerät Hans-Joachim Frey ins Schwärmen und fiebert bereits heute der ersten Aufführung entgegen.

Eine Seebühne für die Hansestadt Bremen

Er hat große Pläne mit dieser Seebühne und ist sich sicher, dass seine Erwartungen erfüllt werden. "In und um Bremen gibt es fast alles: Shows, Bürgerfeste, Wissenschaftszentren, Theater, zauberhafte Fußgängerpassagen, doch eine Seebühne fehlt noch. Das ist eine Marktlücke." In diesem Jahr soll mit dem "Fliegenden Holländer", zunächst ganz bescheiden mit vier Aufführungen beginnen, was in einigen Jahren einen festen Platz auch im Eventkalender der Bustouristik haben soll: Die Seebühne Bremen mit jährlich wechselnden Aufführungen. Dem "Fliegenden Holländer" soll schon 2009 "Aida" Premiere am 21. Juni von Giuseppe Verdi folgen. Bei diesen Aufführungen setzt Hans-Joachim Frey auf Starbesetzungen. Auf der 40 mal 20 Meter großen Seebühne werden 2008  mit Tina Kiberg, Kurt Rydl, Markus Marquardt und Benjamin Bruns Weltklassesolisten dabei sein. Im nächsten Jahr für Aida will Hans-Joachim Frey die erste Reihe der Mailänder Scala nach Bremen holen.

Hamburg, Eisenach, Rostock, Detmold, Dresden, Bremen

Hans-Joachim Frey ist ein Mann vom Fach. Vor seiner Tätigkeit in Bremen war er Operndirektor der Semperoper Dresden. Der gebürtige Hannoveraner hat sein Hobby zum Beruf gemacht. Er stand selbst als Opernsänger auf der Bühne, studierte Regie und Kulturmanagement in Hamburg. Inszenierte an Studiotheatern in Rostock und Detmold, war dann an den Bühnen in Eisenach und Bremen (1995 bis 1997) tätig, bevor er nach Dresden ging. In seiner zweiten Bremer Zeit, die im vergangenen Jahr begann, hat er bereits mit vielen neuen Aufführungen an allen Spielstätten des Theaters Bremen dafür gesorgt, dass das Theater Bremen nicht mehr vorrangig über Insolvenzdebatten oder Grabenkämpfe in der Politik in der Öffentlichkeit vorkommt, sondern über Kunst und neue Projekte, die bundesweite Beachtung finden.

Sein wichtigstes Projekt in diesem Jahr ist der "Fliegende Holländer". Von den geplanten 10.000 Karten sind bereits 3.800 verkauft. Ein guter Start. Um die Seebühne über den ganzen Sommer zu nutzen, ist man derzeit auf der Suche nach Partnern, die Rock- und Popkonzerte hier veranstalten oder mit zirzensischen Sensationen aufwarten. Irgendwann soll die Seebühne dann einmal das Zentrum des Nordwestdeutschen Sommerfestivals sein. Immer eröffnet von einer Oper am Wasser.

Große Gefühle und grandiose Gesangspartien

Was den Auftakt 2008 anbetrifft, so kann man davon ausgehen, dass Wagners packendes Frühwerk "Der fliegende Holländer" alles hat, was die große Bühne braucht: extreme Gefühle, nervenaufreibende Spannung und grandiose Gesangspartien. Die komplett überdachte Zuschauertribüne garantiert einen witterungsunabhängigen Spielbetrieb. Auch die bustouristische Infrastruktur, die noch aus den Zeiten des Spaceparks in Bremen resultiert, ist hervorragend. Von der Bremer City zur Seebühne bietet das Theater Bremen gemeinsam mit der Reederei Hal Över einen Schiffs-Shuttle an.

Bremen freut sich auf den Fliegenden Holländer, der nach der Sage nur alle sieben Jahre an Land darf. Fände er jedoch die bedingungslose Liebe einer Frau, würde er erlöst und die ewige Irrfahrt hätte ein Ende. Senta wartet schon lange auf den wilden, mythischen Gast. Doch wie groß ist ihre Liebe? Reicht sie bis in den Tod hinein? Wir werden sehen. Erster Aufführungstermin ist der 28. Juni 2008.  www.theaterbremen.de